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Dass Riesling nicht mehr ausschließlich „die königliche Traube des Rheins und seiner Nebenflüsse” ist, wie der legendäre Emile Peynaud es formulierte, ist spätestens seit dem internationalen Erfolg österreichischer Spitzenrieslinge kein Geheimnis mehr. Doch selbst bei diesen Weinen kommt so mancher selbst ernannte Gralshüter des „echten Rieslings” ins Lamentieren: „zu kräftig”, „zu konzentriert”, „nicht rieslingtypisch” heißt es dann. Was würden diese Leute erst sagen, wenn sie Rieslinge aus anderen Kontinenten zu probieren bekämen?

Das war die Frage, die mich umtrieb, als ich mich an diesem Morgen von Hattenheim ins Domzentrum nach Geisenheim aufmachte, dem Veranstaltungsort des ersten weltweiten Riesling-Events. Zum ersten mal sollten hier typische Vertreter aus einigen der wichtigsten Weinbauregionen der Erde einem großen Publikum aus Weinmachern, Weinbaufachleuten, Oenologen, Journalisten und Weinliebhabern präsentiert werden. Und zwar nicht um herauszufinden, welcher von ihnen nun der Beste sei, sondern um die vielen Stilrichtungen und Philosophien aufzuzeigen, die den (in diesem Falle trockenen) Riesling prägen können. Wegweisend bei der vom Bund Deutscher Oenologen, der Fachhochschule Wiesbaden, der Forschungsanstalt Geisenheim und der Vereinigung Ehemaliger Geisenheimer initiierten Veranstaltung war die komplette Einbindung des Internets als zentrales Medium, sei es zur Liveübertragung an Weinliebhaber auf der ganzen Welt, zur globalen Diskussionsrunde via Chat, oder der Direktverbindung zu den Produzenten der betreffenden Weine nach Südafrika, Kalifornien oder Australien.

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