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Einmal im Jahr verliert der Wein – jedenfalls für mich – jede Sinnlichkeit, nämlich dann, wenn das statistische Amt seine Zahlen, Vergleiche, Tabellen und Kreuztabellierungen zum Wein veröffentlicht. Da wird auch meine gute Flasche zur rein statistischen Größe, zum winzigen Anteil an den 273 Millionen Litern Wein, die in der Schweiz jährlich getrunken werden; statistisch ist also meine Flasche zu vernachlässigen. Ich selber (als Weintrinker) mutiere zum anonymen Konsumenten, der im Jahr (durchschnittlich) 353 Gläser Wein trinkt. In solchen Momenten bedauere ich, all meine getrunkenen Gläser nicht gezählt zu haben, dann wüsste ich jetzt wenigstens, ob ich ein durchschnittlicher, ein überdurchschnittlicher oder gar ein unterdurchschnittlicher Weinkonsument bin. Ich vermute,  in diesem speziellen Fall bin ich wohl überdurchschnittlich. Allein heute Abend, jetzt, wo ich diese Kolumne schreibe, werden es wohl zwei, drei Gläser sein. In einem Jahr schreibe ich etwa 25 Kolumnen, dies macht also 75 Gläser, da ist schon fast ein Viertel meines statistischen Wein-Guthabens aufgebraucht, denn der Schweizer (und natürlich auch die Schweizerin) trinkt im Jahr – statistisch – durchschnittlich 34 Liter.

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