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Auch in der Nacht bewahrt der Herbst seine Farben (Foto: P. Züllig)
Es sind Tage der Besinnung, im grauen, nebligen Spätherbst. Sie regen an, nach innen zu schauen, vielleicht auch in die Seele eines Weinliebhabers. Nicht umsonst gibt es eine Reihe von herrlichen Herbstgedichten – Lyrik, so ihre literarische Kategorie –, in denen der Wein einen wichtigen Platz einnimmt, als Sinnbild für den Abschied, für das Werden und Vergehen, aber auch für die Reife und Vollendung in der Frucht. Rainer Maria Rilke – ich stand kürzlich wieder an seinem Grab an der Südseite der Kirche, hoch oben in Raron (Wallis) mit Blick weit über das Tal – kann nicht mehr sehen, was er einst gesehen hat. Aber die Lebenden können es sehen, ihnen begegnet er noch heute in dem, was er wundervoll geformt und gereimt hat.

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