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Eine reife Vernatschtraube% Quelle: www.laimburg.bz.it

Vernatsch gilt im Allgemeinen als Sorte für helle, jung zu genießende Alltagsweine, denen man kaum eine längere Lebenszeit als bis maximal zur übernächsten Grillsaison zutrauen würde. Gerade in jüngerer Zeit bemüht man sich in Südtirol jedoch zunehmend, aus der in Deutschland als Trollinger bekannten Sorte auch charaktervolle Weine mit gewisser Tiefe zu keltern, die bei aller Trinkigkeit auch höheren Ansprüchen genügen sollen und die sich zumindest über einen überschaubaren Zeitraum positiv entwickeln können.

 

 

Wie groß dieser Zeitraum sein kann, das demonstrierte am 31 März die Kellereigenossenschaft Girlan, die als Pionier unter den Produzenten hochwertiger Vernatsch gelten kann. Seit 1975 wird hier aus der Lage Gschleier ein Einzellagen-Vernatsch erzeugt, der von Anfang an als Spitzenwein positioniert war und sich auch preislich von anderen Prestigegewächsen des Hauses kaum oder gar nicht unterschied. Der Weinberg fußt auf dem Gelände einer alten römischen Garnison, liegt auf 430 Meter Höhe und gehört zu den wenigen nach Süden ausgerichteten Lagen Girlans. Sie befindet sich auf einem Moränenhügel mit einem Boden aus Kalk-, Schotter- und Lehm und ist mit inzwischen 80 bis 100 Jahre alten Reben bestockt, die hier - ohne Bewässerung und chemischen Dünger - einen für Vernatsch ungewöhnlich niedrigen Ertrag von 50 bis 60 Hektolitern pro Hektar bringen.

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