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Die meisten "Bios" und Biodynamiker findet man in Südtirol bei den „Freien Weinbauern”, einer Vereinigung der selbstvermarktenden Winzer. Deren größtes und sicherlich bekanntestes Mitglied ist die Kellerei Manincor bei Kaltern. Die Weine von Manincor zeichneten sich immer schon durch eine ausgeprägte Individualität aus. Die seit 1999 praktizierte Spontanvergärung aller Weine in unterschiedlich großen Holzfässern und eine bei den Top-Cuvées Sophie und Cassiano in Südtirol unübliche Sortenwahl sorgten oft für Diskussionsstoff. Auch die Tester diverser Weinführer konnten mit den Manincor-Weinen nicht viel anfangen, so dass sie dort nicht auftauchten beziehungsweise sich Graf Micael Goess Enzenberg, der Besitzer von Manincor, entschied, eine Zeit lang gar keine Weine mehr zu Verkostungen einzusenden. Ob einem die Manincor-Weine nun schmecken oder nicht, es sind auf alle Fälle immer kompromisslose Gewächse. Ich persönlich schätze die Standhaftigkeit und Konsequenz, die hinter der Entscheidung für solche Weine steht, außerordentlich. Denn Weine, bei denen das Urteil meist „nicht schlecht” lautet, gibt es - auch im sogenannten Topp-Bereich - mehr als genug. Solche, die entweder ein entschiedenes „Nein” oder aber ein begeisterndes „Ja” hervorrufen, leider viel zu wenige.

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