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Lange Zeit waren die Fronten ziemlich klar: Bier war etwas für den Stammtisch, die Baustelle, den Fußballabend, den Grillnachmittag, Bier war der profane Durstlöscher, dem immer etwas proletarisches anhaftete. Guter Wein dagegen war und ist für Viele der Inbegriff der Hochkultur, noch das ausschweifendste Bacchanal bekommt den Anstrich der Distinguiertheit, wenn die Weine nur edel genug sind. Vor allem zur gehobenen Küche ist Wein - neben Wasser und vielleicht noch einem edlen Destillat - bislang wie selbstverständlich das einzig akzeptierte Getränk. Geht es nach einigen ambitionierten Brauern, soll sich das bald ändern.

Vor allem in einigen europäischen Ländern und in Nordamerika stemmen sich immer mehr kleine Brauereien gegen die fortschreitende Konzentration des Biermarkts auf wenige Großunternehmen und die damit einhergehende Banalisierung dieses Jahrtausende alten Getränks. Traditionelle Stile und Brauverfahren werden von ihnen gepflegt und perfektioniert, und so mancher Braumeister scheut sich auch nicht davor, Neues auszuprobieren sowie die Zutaten zu variieren und zu ergänzen. Wie beim Wein hängt auch beim Spitzenbier der Geschmack erheblich von seiner Herkunft ab, der Qualität, aber auch des Charakters seiner Zutaten. Wasser, Gerstenmalz und Hopfen sind die Grundstoffe für sämtliche Biere. Doch schon die Wahl des Hopfens prägt ein Bier entscheidend, vom Malz ganz zu schweigen, aber die Liste möglicher weiterer Zutaten und Produktionsverfahren ist lang - und längst nicht alles, was im deutschen Reinheitsgebot nicht aufgelistet ist, schadet auch dem Ergebnis.

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