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Es ist Olympiade, eine kurze Zeit der Sportdominanz. Das Fernsehprogramm läuft auch bei mir auf Hochtouren, und das, obwohl ich mich nicht als Sportfan bezeichnen würde. Jedenfalls hält sich meine Beschäftigung mit dem Sport und die Begeisterung dafür in engen Grenzen. Vor allem die Dauerberieselung mit Superlativen bereitet mir Mühe, gerade bei der Olympia-Berichterstattung. Doch dann – in ganz bestimmten Momenten – brechen auch bei mir die Dämme: Ich freue mich, ich ärgere mich, da kann ich die (Sport-)Welt gut verstehen oder nicht mehr verstehen, und – in ganz emotionalen Augenblicken – bin ich sogar versucht, Ratschläge und Anleitungen zu geben, als ob ich es besser machen könnte. „Emotionen“, sagt soeben der Sportkommentator, „sind das, was der Sport uns geben kann!“ Und immer wieder fällt der Begriff „Momentum“. Ja, das Momentum – so scheint mir – entscheidet an einer Olympiade, an der so viel Können, Erfahrung, Übung, Einsatz, Leistung, Ehrgeiz zusammen kommen, letztlich über Sieg und Niederlage. Dies erinnert mich unglaublich stark – man verzeihe mir den Vergleich – an Situationen in der Weinszene. Zum Beispiel: Nur Weine, die Emotionen auslösen, sind wirklich gut. Oder: Wer erhält die begehrten hundert Punkte der Jury (meist selbsternannt und oft nur aus einer Person bestehend), und wer gar ist unter den Hundertpunktern der Beste?

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