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Die Weißweine und der Vinsanto von Santorin zählen heute zu den besten Weinen Griechenlands. Doch der andauernde Tourismusboom auf der schönen Kraterinsel fordert seine Opfer: Das Wasser wird knapp, die Rebflächen gehen seit Jahren immer mehr zurück – und in den restlichen Anlagen gibt es bei hartem Kampf gegen Wind und Trockenheit nur äußerst geringe Erträge.

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Die schönste erste Begegnung mit der Inselgruppe Santoríni und ihrer weltberühmten Krater-Hauptinsel Thíra hat der Besucher, der auf einem Schiff langsam in die Caldera, den magisch anziehenden Einsturzkessel des gigantischen Vulkanausbruchs um 1645 v.Chr., einfährt. Neben mediterran verträumten und touristisch belebten Dörfern, einer über 3500 Jahre alten Ruinenstadt, weißgetünchten Häusern und kleinen Kapellen mit ihren blauen Kuppeln fasziniert vor allem der Anblick bis zu 300 Meter hoher, rötlich-schwarzer Kraterwände, die sich ebenso tief in den wassergefüllten Kraterkessel fortsetzen. Von der einst als „Strongyle“ – die „Runde“ – bekannten Insel blieb nach dem großen Ausbruch ein sichelförmiger Inselbogen mit nur noch 16,4 Kilometern Länge und einer Breite zwischen 1,3 und sechs Kilometern: Was sie einst an Substanz verlor, gewann die Insel an zerbrechlicher Schönheit.Der heutige Tourismusmagnet – früher bezeichnet als Kallistí, die schönste der Kykladen - verfügt aber auch über eine einzigartige Weinkultur. Ihr archaisches Bild findet sie in einer Form der Reberziehung, die mit der gewohnten europäischen Ordnung der Weinberge nichts zu tun hat: Die Reben ducken sich zum Schutz vor Wind und Wetter zwischen Lavabrocken wie hingestreute Vogelnester in den Boden der Plateaus. Ihre Zweige werden nach dem jährlichen Frühjahrsschnitt kreisförmig gewunden; die daraus entstehende Form der buschigen Rebstöcke erinnert an Körbe, Kränze oder große, gedrehte Locken – „Kouloura“. Ausdruck der Sonderstellung Santorins ist es auch, dass die Insel zu den wenigen europäischen Weinregionen gehört, deren Rebstöcke nicht von der Reblaus befallen und zerstört wurden. Bis heute müssen die Weinstöcke zur Vermehrung nicht auf reblausresistente amerikanische Unterlagen gepropft werden, sondern können sich über abgeschnittene Ruten direkt im Boden vermehren.

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