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Wenn puschal von einem großen Jahrgang die Rede ist, ist üblicherweise Vorsicht geboten. Wer sich etwa von den enthusiastischen Lobreden, die über den Jahrgang in Deutschland laut wurden und werden, verleiten lässt, ohne vorherige Probe größere Mengen Wein zu kaufen,  läuft Gefahr, ziemlich oft ein langes Gesicht machen zu müssen, wenn er die ersten Flaschen öffnet. Der Jahrgang ist in den deutschen Anbaugebieten einer der Uneinheitlichsten der letzten 10 Jahre.

In der österreichischen Steiermark sieht das Bild nach den Verkostungen der ersten rund 230 Weine jedoch ganz anders aus. Noch nie habe ich hier ein Jahr erlebt, in dem bereits die Einstiegsweine der meisten Weingüter so gut waren wie 2015. Und das - ganz im Gegensatz zum eher durchwachsenen Vorjahrgang - quer durch die Sorten und in seltener Gleichmäßigkeit. Wer den Stil seiner Lieblingswinzer kennt und schätzt, kann heuer eigentlich überall blind kaufen; wer sich in der Region noch nicht auskennt, für den ist 2015 der perfekte Jahrgang, um sich einzutrinken. Wem es heuer nicht schmeckt, dem schmeck's nie.

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