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Klettert man durch die Weinberge des Wagrams, vorbei an Abertausenden Stöcken Grünen Veltliners, kommt es beizeiten vor, dass man sich Auge in Auge mit einem Bienenfresser wiederfindet. Oder einem Wiedehopf. Vögeln also, die hier nicht von irgendwelchen grotesken Strohpuppen zum Narren gehalten werden, sondern denen der Luxus zukommt, über eigene Häuser zu verfügen. „Wir haben in unseren Weingärten 600 Vogelhäuser, am ganzen Wagram werden es wohl 5.000 sein“, erzählt Bernhard Ott. Warum? Andere Winzer spannen hektargroße Netze über ihre Gärten, und die Wagramer Trauben sind nicht so schlecht, dass man sie nicht gelegentlich als Mahlzeit wegpicken könnte. „Ärger gibt es nur mit Zugvögeln.“ Der Wiedehopf ist freilich sesshaft und dafür, dass er ein Haus bekommt, revanchiert er sich zudem damit, dass er die Weingärten von Insekten befreit – seiner bevorzugten Nahrung. 60 Kilo frisst ein Wiedehopf davon – vorzugsweise Engerlinge. „Wir brauchen deswegen auch keine Insektizide.“

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