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Der Weinbauverband der Rioja-Region Alavesa, ABRA, will sich aus der D.O. Rioja lösen und ein eigenes Anbaugebiet etablieren. Wie das britische Getränkemagazin Haper‘s berichtet, seien die 120 Betriebe unzufrieden mit der Ausrichtung von Qualität und regionalen Differenzierungen ihrer Weine innerhalb der D.O. Rioja. Die Mehrheit der Betriebe habe für eine neue Viñedos de Alava D.O. gestimmt. Die Region gehört politisch zum Baskenland, die Regeln werden aber vom Weinbauverband Rioja bestimmt. Die ABRA betont, Politik spiele keine Rolle. Doch der Rioja-Verband unterstütze vor allem die Industrieproduzenten im riesigen Anbaugebiet, die großen Wert auf große Menge sowie niedrige Wein- und Traubenpreise legen, schriebt Harper‘s. Die ABRA wolle zurück zu den Qualitätskatorien Einzellage, Ortswein und regional erzeugtem Wein anstelle der Rioja-Klassifizerung nur nach der Lagerzeit im Barrique.

2016 hatte die ABRA eine Appellation Viñedos de Álava innerhalb der D.O. Rioja gestartet. Doch die Erwartungen an nachhaltige ökonomische Rahmenbedingungen hätten sich nicht erfüllt. Deswegen wolle man sich nun daraus lösen. Die Verantwortlichen des Weinbauverbands Rioja hätten zwar Diskussionen über weitere Reformen zugesagt, doch das sei zu wenig. Der Prozess zur Schaffung der neuen D.O. Viñedos de Álava werde in der kommenden Woche öffentlich gestartet. Sobald die EU sie genehmigt habe, könnte jeder Betrieb frei entscheiden, für welche Zugehörigkeit er sich entscheide.

(uka)

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