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Das österreichische Weinbaugebiet Wachau erhält spätestens ab dem Jahrgang 2019 ein DAC-System. Wie die Magazine Vinaria und Falstaff melden, hat das Regionale Weinkomitee Wachau nach jahrelangen Diskussionen mit der Österreich Wein Marketing (ÖWM) und der Winzervereinigung Vinea Wachau nun eine DAC-Klassifikation beschlossen.

Das System sieht eine dreistufige Qualitätspyramide vor: An der Spitze stehen die sogenannten Riedenweine (Lagenweine), für die ausschließlich die Rebsorten Grüner Veltliner und Riesling zugelassen sein werden. Darunter folgen die Ortsweine, für die  sieben regionaltypische Sorten erlaubt sein werden (neben Grünem Veltliner und Riesling noch Weißburgunder, Neuburger, Sauvignon Blanc, Traminer und Gelber Muskateller). Für die Gebietsweine als Basisstufe der Pyramide dürfen 17 Rebsorten verwendet werden.

Die bestehenden Qualitätsbezeichnungen der Vinea Wachau, die den Weinstil angeben  – Steinfeder, Federspiel und Smaragd für leichte, mittelkräftige und kräftige Weine –, bleiben auch künftig erhalten und erscheinen zusätzlich auf dem Etikett. Der Codex der Winzervereinigung wird laut Vinaria weitgehend in die gesetzlichen Regelungen zum DAC-Status einfließen.

Laut den geplanten Vorschriften für Wachau-DAC-Weine müssen die Trauben von Hand gelesen und ausschließlich in der Wachau verarbeitet werden, Riedenweine dürfen nicht aufgezuckert werden, und weder Rieden- noch Ortsweine dürfen einen schmeckbaren Holzeinsatz aufweisen. Mindest-Alkoholwerte sind nicht vorgesehen.

Im nächsten Schritt müssen die Beschlüsse des Regionalen Weinkomitees Wachau vom Nationalen Weinkomitee abgesegnet werden, bevor sie als gesetzliche Verordnung in Kraft treten können.

Die geschützte Herkunftsbezeichnung DAC (Districtus Austriae Controllatus) steht für besonders gebietstypische Weine, die detaillierte Qualitätsvorgaben erfüllen müssen. Die Wachau wird damit zur 14. DAC-Region in Österreich. Die einzigen Gebiete ohne ein DAC-System sind nunmehr Wagram, Carnuntum und Thermenregion.

(CS / vinaria.at / falstaff.at / kurier.at;  Bild: ÖWM / Bernhard Schramm)

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