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Ein Team von amerikanischen und kanadischen Archäologen hat in Georgien Spuren der bislang ältesten Weinkultur ausgegraben. Die analysierten Weinspuren an Tongefäßen, die sie in den vergangenen Jahren dort gefunden haben, belegen eine Weinproduktion bereits vor 7800 bis 8000 Jahren. Dieses Alter haben sie mit der Radiokarbon-Methode bestimmt.

Der wissenschaftliche Direktor des Teams, der Anthropologe Patrick McGovern von der US-amerikanischen University of Pennsylvania, erklärte, er und seine Kollegen konnten Weinsäure sowie weitere für Wein typische Substanzen nachweisen. Die Forscher identifizierten an den gefundenen Scherben zudem Spuren von Bernsteinsäure, Apfelsäure und Zitronensäure. Die Töpferwaren bestünden aus „porösem und ionischem Material, das Flüssigkeiten absorbiert und sie über Jahrtausende vor Umweltverunreinigungen bewahrt", schreiben sie in ihrer kürzlich veröffentlichten Studie dazu.

Die Wissenschaftler untersuchten auch die Erdschichten, die die Krüge umgaben. Dabei fanden sie Spuren von Pollen, Stärke, Oberhaut sowie von Rebkernen der Vitis vinifera. "Wir glauben, dass dies das älteste Beispiel für die Domestizierung einer wildwachsenden eurasischen Weinrebe ist, die ausschließlich für die Herstellung von Wein bestimmt war", erklärte Co-Autor Stephen Batiuk von der University of Toronto in Kanada in einer Mitteilung seiner Universität.

(uka)

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