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Die EU-Kommission hat die Anwendung von Kupfer im biologischen Weinbau ab Februar 2019 deutlich eingeschränkt. Begründet wird die Gesetzesänderung beispielsweise durch Untersuchungen der Europäischen Behörde für Nahrungsmittelsicherheit. Demnach könne das im Bioweinbau derzeit überall etwa gegen Mehltau eingesetzte Kupfer eine Gefahr für Weinbergsarbeiter, Vögel, kleine Säugetiere, Grundwasser, Bodenorganismen und Regenwürmer darstellen. Deswegen hat die EU am 27. November die Regeln zum Bioweinbau verschärft. Demnach dürfen Betriebe nur noch maximal 28 kg pro Hektar innerhalb von sieben Jahren ausbringen, im Schnitt sind das vier kg pro Hektar. Sie dürfen aber weiterhin mehr verwenden, wenn sie innerhalb des Zeitraums in einem anderen Jahr dafür an Menge einsparen. Derzeit ist es noch erlaubt, bis zu sechs Kilogramm pro ha und Jahr auszubringen.

Die französischen Winzer haben gegen die Verschärfung der Regeln protestiert. Etwa 20 Prozent der Bioweingüter würden im Fünf-Jahres-Schnitt mehr als 4 kg verwenden. Die Reduktion bedeute für sie ein großes ökonomisches Risiko.

In Deutschland gelten bereits strengere Regeln: Erlaubt sind hier nur drei kg pro Hektar und Jahr, die Berechnung über einen Fünf-Jahres-Mittelwert ist unzulässig. Innerhalb der Biowein-Szene wird über die Verwendung von Kupfer bereits seit vielen Jahren heftig gestritten.

(uka / Foto: Biodyn - Andreas Hofer)

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