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Weinerzeuger sollen künftig besser auf Auswirkungen des Klimawandels reagieren und ihre Produktion schneller anpassen können. Dazu veröffentlichte die EU vor wenigen Tagen einen Rechtsakt zur Überarbeitung der Verordnung Nr. 607/2009 über geschützte Ursprungsbezeichnungen und geografische Angaben. In Zukunft würden etwa 90 Prozent der Änderungen, wie etwa des Mostgewichts, der Rebsorte, des Hektarhöchstertrags oder der geografischen Abgrenzung des Gebietes als sogenannte Standardänderung allein auf nationaler Ebene entschieden. Die nationale Behörde müsse sie nur noch der EU-Kommission mitteilen, das Genehmigungsverfahrens entfällt.

Der Präsident des Deutschen Weinbauverbandes (DWV), Christian Schwörer, begrüßte die Vereinfachung des Verfahrens ausdrücklich: "Der DWV sowie andere nationale und europäische berufsständische Organisationen hatten sich seit Jahren aktiv in den Reformprozess eingebracht. Mit dem heute veröffentlichten Ergebnis können wir sehr zufrieden sein.“

Bisher benötigten alle Anträge auf Änderung der Produktionsbedingungen in den sogenannten Lastenheften der deutschen Anbaugebiete eine zweistufigen Genehmigung: In Deutschland durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, danach durch die Europäische Kommission. Dieses Verfahren habe bislang mehrere Jahre gedauert, erklärte der DWV. Jetzt werde das zweistufige EU-Änderungsverfahren auf wenige Fälle, wie etwa die Änderung des Namens einer geschützten Herkunftsangabe oder die Änderung der Produktkategorie begrenzt.

Damit Änderungen von Lastenheften nun tatsächlich schneller möglich werden, fordert Schwörer, „dass der deutsche Gesetzgeber jetzt schnell reagiert und ein schlankes nationales Verfahren mit kurzen Fristen vorsieht“.

(uka / Foto: Deutsches Weininstitut)

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