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Der deutsche Segelschoner „Avontuur“, der bereits am 6. August im französischen La Rochelle seine Segel setzte, wird in diesen Tagen mit vielen Kisten Champagner an Bord im kanadischen Montreal erwartet. Dieser umweltschonende Transport zwischen Europa und Nordamerika könnte die erste erdölfreie Frachtroute zwischen der Champagne und Überseezielen werden, teilte das Bureau du Champagne mit. Der weitere Transport an Land soll dabei mit elektrischen oder gasbetriebenen Fahrzeugen auf Straßen oder Schienen erfolgen.

Das Comité Champagne und die kanadische Logistikgruppe Portfranc sind die Partner dieses Projekts, das den Transport von Champagner auf einem Segelfrachter initiierte, um umweltverträgliche Exporte außerhalb Europas zu testen.

Schon seit Beginn der 1980er Jahre setzen die Produzenten auf Projekte, die ein umweltverträglicheres Wirtschaften möglich machen sollen, schreibt das Bureau du Champagne. 2003 war die Champagne die erste Weinbauregion der Welt, die für den gesamten Wirtschaftszweig den CO2-Fußabdruck errechnen ließ und daraus einen Plan entwickelte, ihn durch innovative Lösungen zu reduzieren. So sei das Gewicht der Flaschen um sieben Prozent reduziert worden. Viele Projekte für nachhaltigen Weinbau, Transport und Logistik, Energieeffizienz von Gebäuden und klimaverantwortlichem Einkauf seien gestartet worden. In nur zehn Jahren hätten damit die CO2-Emissionen um 15 Prozent pro ausgelieferter Flasche reduziert werden können, teilte das Bureau du Champagne mit. Die Region verfolge jedoch ehrgeizigere Ziele und sei entschlossen, durch weitere Anstrengungen bis 2025 das Zwischenziel in Höhe von 25 Prozent zu erreichen. Langfristiges Ziel für das Jahr 2050 sei eine CO2-Reduzierung um 75 Prozent.

(uka / Foto: Portfranc)

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