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Mit dem Motto "Drink Different" wollen die Bordeaux-Weinwerbung „Conseil Interprofessionnel du Vin de Bordeaux“ (CIVB) und das Deutsche Weininstitut (DWI) ab März 2019 erstmals gemeinsam für deutsche und französische Weine in den USA werben.

Für die dreijährige Kampagne steht ein Budget von 9,8 Mio. Euro zur Verfügung, das zu 80 Prozent von der Europäischen Union im Rahmen des EU-Programms „Enjoy, it’s from Europe“ finanziert werde. Der gemeinsame Antrag habe sich nach einem aufwändigen Bewerbungsprozess gegen viele Anträge aus ganz Europa durchsetzen können, berichtet das DWI.

Das Marketing werde sich auf die US-Staaten Kalifornien, Oregon und Nevada an der Westküste sowie South Carolina, Florida und Georgia im Südosten des Landes konzentrieren. Unabhängig davon würde die bisherige Arbeit der beiden Marketingorganisationen in den USA weiter fortgeführt und mit den EU-geförderten Vorhaben abgestimmt. Das „Drink Different“-Programm richtet sich laut DWI „an Meinungsbildner aus Handel, Gastronomie und den Medien im US-Markt“. Die europäische Weinkultur werde „durch atmosphärische Events“ den US-Konsumenten näher gebracht.

Für DWI-Geschäftsführerin Monika Reule und Allan Sichel, CEO des CIVB, liegen die Vorteile für eine gemeinsame Promotion von Weinen aus Deutschland und Bordeaux auf der Hand: „Die USA zählen für Deutschland wie Bordeaux zu den wichtigsten Auslandsmärkten, ohne dass es dort bei unseren Rebsortenangeboten zu Überschneidungen kommt“, erklärt Reule, und Allan Sichel ergänzt: „Ein wesentlicher Grund für unsere Kooperation liegt auch in unserer gemeinsamen Historie, Kultur sowie der Art und Weise, unser Leben zu genießen."

In den USA liege der auf die Gesamtbevölkerung bezogene Pro-Kopf Konsumvon Wein bei rund elf Litern im Jahr und damit deutlich unter dem von Frankreich (41,7 Liter) oder Deutschland (23,8 Liter). Dabei werde nur etwa ein Drittel der in den USA konsumierten Weine importiert.

Für die deutschen Weinerzeuger sind die Vereinigten Staaten seit 2006 daher der wichtigste Auslandsmarkt. Mit einem Exportvolumen von 172.000 Hektolitern im Wert von 72 Millionen Euro wurden dort im Zwölfmonatszeitraum bis November 2018 rund ein Viertel der deutschen Weinexporterlöse erzielt. Aus Bordeaux wurden bis Ende November letzten Jahres fast 200.000 Hektoliter Wein im Wert von 280 Millionen Euro in die USA ausgeführt.

(uka)

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