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Der Italienreisende hat die Qual der Wahl: Über 55.000 Nachtquartiere in ganz unterschiedlichem Standard warten auf Gäste. Insgesamt 33.000 Hotels, 16.000 Ferienbauernhöfe und 6.500 Bed&Breakfast-Angebote machen die Wahl nicht leicht. Zumal, ganz italienisch, einheitliche Bewertungskriterien fehlen. Häuser der gleichen Sterne-Kategorie weisen oft drastische Unterschiede innerhalb verschiedener Regionen auf; die Systeme zusätzlicher Auszeichnungen sind für Fremde ohnehin kaum durchschaubar. Nun ist im Hallwag-Verlag ein Wegweiser durch den Zimmerdschungel erschienen: „Locande d’Italia” aus der Slow Food Edition empfiehlt 972 Adressen in ganz Italien.

Dabei geht es den Autoren vor allem um den rechtlich nicht geschützten Begriff „Locande”, der „als Etikett für die unterschiedlichsten Inhalte” dient, wie sie im kritischen und sehr lesenswerten Vorwort schreiben. Sie setzen dem im Land inflationär verwendeten Begriff eine Definition entgegen, die vor allem an Land und Leuten wirklich interessierte Touristen Freude macht: Die echte Locande ist demnach „eine ausgeglichene Mischung aus Gastkultur, einer aus Einfachheit und Freundlichkeit entspringenden Gemütlichkeit, der Ablehnung von Statussymbolen und offen zur Schau getragenem Luxus sowie vernünftigen Preisen.”

Die Autoren haben in ihrem nach Regionen gegliederten Werk eine Grenze von 120 Euro pro Doppelzimmer mit Frühstück gesetzt - eine Grenze, die vernünftig gewählt ist. Viele der im „Locande d’Italia” angegebenen Übernachtungspreise liegen allerdings deutlich günstiger.

Die Details zu den Betrieben sind knapp und präzise aufgelistet: Etwa die Zahl und Preisunterschiede der Zimmer, Lage, Ausstattung, Serviceleistungen sowie die besonderen Merkmale wie Einrichtung, kulinarische Spezialitäten oder Ausflugsziele. Die schematischen Karten der jeweiligen Regionen machen zusammen mit den geografischen Angaben zu jeder Locande das Planen einer Reise leicht.

Wer auf Edelhotels und Wellness-Tempel dankend verzichtet, erhält mit „Locande d’Italia” die richtigen Infos für einen gelungenen Trip ins Italien abseits der Touristenströme. Vor allem für Weinreisende auf kulinarischer und sensorischer Erkundungstour könnte dieses Buch ein Standardwerk für die Reiseplanung werden - zumal es das im gleichen Verlag erscheinende Werk „Osterie d’Italia” hervorragend ergänzt.

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Locande d’Italia - Übernachten in den schönsten Hotels, Pensionen und Bauernhöfen, HALLWAG Verlag München, 552 Seiten mit 20 Übersichtskarten, 24,90 € (D) / € 25,60 (A) / 44,90 sFr, ISBN: 978-3-8338-0822-7

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