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Die Weißen: ein autochthones Geschwisterpaar und ein alter Bekannter

Die Thermenregion ist außerhalb Österreichs so wenig bekannt, dass es schwer ist zu beurteilen, ob sie überhaupt einen Ruf hat. Über die Gründe kann man lange spekulieren, denn an der Qualität der Weine kann es kaum liegen.  Viel wahrscheinlicher ist, dass man es in der Thermenregion vor allem mit zwei miteinander eng verwandten, autochthonen Rebsorten zu tun hat, die außerhalb des kleinen Gebietes nirgends eine Rolle spielen und noch dazu komisch heißen: Zierfandler (oder Spätrot) und Rotgipfler, von denen es insgesamt kaum mehr als 200 Hektar gibt.

Was der Bauer nicht kennt, trinkt er nicht - schon gar nicht, wenn die Namen der Weine eher an banale Neuzüchtungen erinnern. Dabei stammen beide von alten, noblen Sorten ab. Es sind aller Wahrscheinlichkeit nach natürliche Kreuzungen von Traminer und Rotem Veltliner. Vor allem der Rotgipfler liefert regelmäßig erstklassige Qualitäten - und das in allen Kategorien, von trocken bis süß, von elegant bis mächtig. Im Schnitt sind die Rotgipfler stets etwas mächtiger als die Zierfandler, oft aber eben auch etwas tiefer und komplexer. Dennoch können auch Zierfandler exzellent ausfallen; sie bedienen vom schlichten Alltagswein bis zur hochklassigen Trockenbeerenauslese ebenfalls alle Ansprüche und bleiben dabei nicht selten ausgesprochen preiswert. Ähnliches gilt für Spätrot-Rotgipfler, die naheliegende Cuvée aus beiden Sorten, die trotz des irreführenden Namens natürlich auch stets weiß ausfällt.

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