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Die Rebsorte hat nicht den besten Ruf, vor allem nicht in Kreisen von Weinliebhabern. Zu banal erscheint ihnen der aus dieser Rebsorte gekelterte Weißwein , zu wenig raffiniert, zu eintönig im Geschmack und zu bescheiden in den Aromen. Dieses Pauschalurteil, das sich in den Fünfzigerjahren durchgesetzt hat und dem Wein noch immer anhaftet, stammt hauptsächlich aus einer Zeit, als man im Weinbau die Masse pflegte. Nicht nur beim Müller-Thurgau, überall, wo Rebstöcke eine reiche Ernte versprechen konnten. Dieses Versprechen lieferte er damals, der Müller-Thurgau oder Riesling-Sylvaner, wie er auf Grund der Angaben des Züchters einst genannt wurde. Die Rebe ist unproblematisch im Anbau, gedeiht fast überall, ist früh reif und liefert hohe Erträge. Damit verbunden: ein anspruchsloser Charakter, „der auch ungeübten Weintrinkern erste harmlose Weinvergnügen beschert“. Grund genug, die bereits 1882 neu gezüchtete Rebsorte – vor allem in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg – weinweltweit anzubauen. Gerade recht, um die Weinversorgungslücke zu schließen.

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