Registrieren Anmelden

Langsames Umdenken auch in Italien

Gaetano Tobin, Direktor der Kellereigenossenschaft Cantina di Monteforte aus dem Veneto, verwendet bereits seit 2005 den Schraubverschluss: „Unser britischer Importeur machte uns damals darauf aufmerksam und beklagte sich über immer wiederkehrenden Korkausfall. Zunächst haben wir uns für Kunststoffverschlüsse entschieden, waren mit der Qualität der Weine aber nicht zufrieden. Also haben wir begonnen, mit Drehverschlüssen der Marke Stelvin zu arbeiten und sind sehr glücklich damit. Regelmäßige Testabfüllungen mit Naturkork, Plastik und Drehverschluss zeigen, dass unsere Weine unter Schraubverschluss frischer bleiben und langsamer reifen. Insbesondere für Weißweine ist das ideal. Außerdem haben wir eine konstantere Qualität feststellen können. Früher hat sich der Wein in einer mit Naturkork verschlossenen Flasche nach der Abfüllung in die unterschiedlichsten Richtungen entwickelt. Mittlerweile füllen wir rund 60 Prozent unserer gesamten Produktion (2,5 Millionen FFlaschen mit Schraubverschluss ab, so gut wie alle IGT- und auch einige DOC-Weine. Lediglich den Soave Classico dürfen wir laut Produktionsreglement nicht mit alternativen Verschlüssen versehen. Das ist meiner Meinung nach ein überholtes Gesetz, dass schnellstens abgeschafft werden sollte, vor allem wenn wir Italiener auf dem internationalen Markt konkurrenzfähig bleiben wollen. Unsere Kellerei exportiert glücklicherweise rund 85 Prozent der Weine, der italienische Markt wird für uns immer unwichtiger.“

Kalender Veranstaltungen in deiner Nähe

Hinweis:

×
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.