Der Jahrgang 2014 war wohl für alle Beobachter eine handfeste Überraschung. Die Bedingungen während der Lesezeit ließen zunächst große Zweifel an der zu erwarteten Güte der Weine aufkommen, und einige Sorten taten sich auch schwer. Nicht so der Riesling, der sowohl in der Breite als auch in der Spitze fast überall deutlich besser abschnitt als im Vorjahr und in einzelnen Fällen sogar 2012 in den Schatten stellte. Die besten Weine verfügen über festen Bau, geradezu brillante Frucht und eine ungeheuer animierende, lebendige, aber reife Säure. Viele von ihnen werden erst in etlichen Jahren zeigen, was alles in ihnen steckt und sehr lange reifen können. Bemerkenswert ist auch die Stilvielfalt, die wohl noch nie so groß war wie heute: von Schlank und knochentrocken bis kraftvoll und üppig ist für jeden Geschmack und Anlass etwas dabei. Die Tendenz geht allerdings eindeutig weiter in Richtung Eleganz, weniger Restzucker und eher zurückgenommene Frucht; Holzfassausbau und verlängertes Hefelager werden zudem immer häufiger zum Standard.
 

Einen ausführlichen Kommentar zum Riesling in den einzelnen Anbaugebieten liefern wir in Kürze nach.
 

Weit über 1000 trockene Rieslinge aus Deutschland haben wir in diesem Jahr probiert. Die Links zu allen 2014er Weinen finden Sie hier nach Regionen sortiert:

Ahr
Baden
Franken
Hessische Bergstraße
Mittelrhein
Mosel
Nahe
Pfalz
Rheingau
Rheinhessen
Saale-Unstrut
Württemberg

Aktuell probierte Rieslinge älterer Jahrgänge
 

 

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