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40 Autominuten östlich von Rom erheben sich die fruchtbaren Ausläufer der Apenninen Mittelitaliens. Hier holten sich die Römer bis vor wenigen Jahren ihren roten, süßen, perlenden Cesanese. In Korbflaschen und Plastikkanistern. Gekühlt war dieser Rote die Sommerwein-Alternative zu den Weißweinen von Frascati und den Albaner Bergen im Südosten Roms. Doch der alten Kundschaft hat der Arzt mittlerweile das Trinken verboten, und die neue trinkt statt des traditionellen Familiengetränkes Cesanese lieber Bier oder Wein aus anderen Regionen. Vor allem aber wird insgesamt weniger Wein getrunken. Statt große Korbflaschen kauft man 0,75-Liter-Flaschen. Auch der Cesanese prickelt heute nicht mehr, und trocken ist er auch geworden. Der ehemalige Schankwein Cesanese wird in Rom als teurerer Flaschenwein aber nicht akzeptiert, so dass die Produzenten gezwungen sind, sich neue Märkte zu suchen. Seit zehn Jahren ringt eine steigende Zahl von Flaschenproduzenten um Absatz und Anerkennung. Angesichts ihrer noch jungen Erfahrung als Qualitätsweinproduzenten tun sie dies noch etwas ungelenk. Aber der Cesanese ist ein bemerkenswerter Wein, der die Anstrengungen der Produzenten früher oder später belohnen wird. Raffaella Usai und Andreas März berichten von der Neuerfindung eines uralten Weins.

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