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L'Excellence de Saint-LaurentDa waren wir beim Vietnamese, dem „kleinen“ Restaurant „über die Strasse“, wo die Mahlzeit mit Wein für zwei Personen noch um die fünfzig Euro kostet. Wohlverstanden: mit einer Flasche Wein. Nein, kein „offener Wein“, bei dem die Herkunft (und die Qualität) oft mehr als nur zweifelhaft sind. Eine Flasche mit Herkunftsbezeichnung und – in diesem Fall sogar einer Silbermedaille – von einem anerkannten Wettbewerb. Zugegeben: diese Gold-. Silber und Weiss-ich-welche-Medaillen sind inzwischen inflationär. Doch die Situation, der Wein und seine Qualität deshalb nicht weniger „excellent“, das heisst ausgezeichnet.

Es handelt sich um einen Wein aus der Genossenschaftskellnerei von Saint Laurent in der Appellation Saint-Chinian. Ein ehrlicher Wein, der seine Herkunft preisgibt, der nicht mehr sein will, als nur ein guter Wein, der die Landschaft, die Mentalität, das Savoir-Vivre (nicht nur das Benehmen, auch die Lebenskunst) in sich trägt. Der Wein kostet – ich habe nachher nachgeschlagen – um 5 Euro die Flasche. Zugegeben, wir sind hier – in der Languedoc – in einem Weingebiet, dem grössten in Frankreich, wo auch gute Weine noch günstig sind. Die Konkurrenz – auch unter den Genossenschaften – ist gross und die Saison in den Touristengebieten am Meer sehr kurz (und längst vorbei). Umso wichtiger ist es, die Einheimischen und die wenigen Fremden, die jetzt am Abend unterwegs sind, gut zu bedienen, auch mit einem gute02 IMG_1721n Wein, mit einem Alltagswein, der Freude macht und nicht irgendwoher kommt, als eine von Millionen Flaschen, die immer in etwa gleich schmecken, sondern aus der Gegend stammen.

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