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Eine reine Quintarelli-Vertikale sollte es ursprünglich werden an diesem Degustationsabend bei einem Weinenthusiasten in St. Gallen, doch dann kam es doch ganz anders. Aus aktuellem Anlass, der schlicht darin bestand, dass die entsprechenden Flaschen vorhanden waren, beschloss die schweizerisch-deutsch-italienische Runde, die Verkostung am späten Nachmittag mit einigen Vouvray aus dem Hause Huet einzuleiten.

Den Anfang machte der 89er Le Haut-Lieu Molleux 1er Trie, dessen sattes und doch helles Gelb mit den grünen Reflexe bereits darauf hinwiesen, dass es sich hier noch um einen Wein im jugendlichen Entwicklungsstadium handelte. Der Duft war dann auch eher zurückhaltend, dabei aber tiefgründig und ausgesprochen komplex mit Noten von Honig, Kräutern, frischem Gras und Zitrusfrüchten, alles beherrscht von einer intensiven, festen Mineralik. Im Mund schien er zunächst völlig verschlossen, dabei süß, cremig und dicht, einbetoniert in ein enormes mineralisches Fundament. Mit der Zeit blühte er jedoch am Gaumen auf und gab ein vielschichtiges Aroma von Zitrusfrüchten, Steinobst, Kräutern und feinstem Honig preis, das eine Ewigkeit anhielt. Es wäre völliger Unsinn, dieses Meisterwerk vor dem Jahr 2010 zu öffnen. 94+ Punkte.

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