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Zweihundertmal habe ich bisher in dieser Kolumne meine Gedanken über Wein festgehalten und dabei kaum ein Thema ausgelassen, das (auch nur im Entferntesten) mit Wein zu tun hat. Dabei gibt es ein Wort, das ich wohl am häufigsten verwendet, aber noch nie zum zentralen Thema gemacht habe: der Genuss und all die Begriffe, die mit dem Genießen zusammenhängen. „Genießen ist etwas Positives. Schließt man die Augen und denkt an etwas Schönes, Genussvolles, fängt die Seele an zu schwingen,“ sagt der Psychologe und Genussforscher Rainer Lutz (Universität Marburg). Wie beschreibt man aber eine „schwingende Seele“? Ich weiß es nicht. Wohl deshalb habe ich es bisher dabei bewenden lassen, immer wieder vom Genussgefühl zu reden, und stillschweigend vorausgesetzt, dass alle Kolumnen-Leserinnen und -Leser wissen, was mit Genießen gemeint ist. Wissen sie es wirklich? Besser noch: Weiß denn ich es überhaupt? Oder ist es ein gefühltes Wohlergehen, das sich nur erleben, nicht aber (oder kaum) beschreiben lässt?

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